Robert Riehl
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Der Bildhauer Johann Robert Riehl (* 26. April 1924 in Viernheim, † 14. Februar 1976) war von 1953 bis 1956 in Stalinstadt als Künstler mit eigenem Atelier tätig.
Im Jahr 1953 erhielt er den Auftrag für die Schaffung von vier Großplastiken, die an der Magistrale und/oder am Friedrich-Wolf-Theater Theater aufgestellt werden sollten. Zwei Jahre später besichtigt eine Kulturkommission die fortgeschrittenen Arbeiten und beurteilt sie als unpassend. Der Auftrag wird ihm entzogen. Riehl verlässt sofort Atelier und Stadt und wird auf dem Weg nach Berlin in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Die Folge ist schwere Invalidität. Ab 1958 arbeitet er als freier Bildhauer. Nach weiteren ernüchternden Erfahrungen mit der Kunstpolitik der DDR zieht er sich schließlich aus dem Kunstbetrieb zurück. Später lebt er zurückgezogen auf dem Gut Scaby bei Friedersdorf nahe Berlin. 1968 heiratet er die Bildhauerin Ingeborg Hunzinger.
Im Jahr 1960 wurde die Skulptur "Der Maurer" in der Rosa-Luxemburg-Straße im I. Wohnkomplex Stalinstadts aufgestellt. (sh. dazu auch [hier]. Mittlerweile befindet sich die Betonskulptur im Hof des Städtischen Museums. Ebenfalls im Besitz der Städtischen Kunstsammlung ist Riehls Skulptur "Mädchen mit Mohn". Momentan ist zusätzlich der Betonguss "Bewahrende (Sich schützende Frau)" als Leihgabe im Museumshof zu sehen.
Beigesetzt ist Robert Riehl auf dem Friedhof in Friedersdorf.
