Straßennamen
From Eisenhüttenstadt-Wiki
Wie in den meisten Städten der ehemaligen DDR wurden auch in Eisenhüttenstadt nach 1990 zahlreiche Straßen neu benannt. Zum einen wurden alte Straßenbezeichnungen - vor allem im Ortsteil Fürstenberg/Oder - wieder hergestellt, zum anderen mussten untragbar gewordene Namen von Stalinisten und Kommunisten wie Otto Grotewohl, General Walter oder auch Ernst Thälmann durch unpolitische Bezeichnungen ersetzt werden. Doch dabei handelte es sich bereits um die zweite Straßenumbenennungswelle in der Stadtgeschichte. Die provisorischen, am Alphabet orientierten Straßennamen der frühen Stalinstadt wurden 1954 durch Eigennamen ersetzt. Größtenteils benannte man die Straßen nach mehr oder weniger verdienten Sozialisten, Kommunisten und Stalinisten.
2. Straßenumbenennungswelle in Eisenhüttenstadt 1991
aus Klement-Gottwald-Straße wurde Alte Ladenstraße
aus Otto-Grotewohl-Ring wurde An der Holzwolle
aus General-Walter-Straße wurde An der Schleuse
aus Marchlewskiring wurde Brunnenring
aus Georgi-Dimitroff-Straße wurde Eichendorffstraße
aus Philipp-Müller-Straße wurde Kastanienstraße
aus Wilhelm-Pieck-Straße wurde Königstraße
aus Leninallee wurde Lindenallee
aus Marx-Engels-Platz wurde Markt(platz)
aus Zementstraße wurde Oderlandstraße
aus John-Schehr-Straße wurde Poststraße
aus Roter Platz wurde Roßplatz
aus Straße des Komsomol wurde Saarlouiser Straße
aus Mittelstraße wurde Schützenstraße
aus Helmut-Just-Straße wurde Semmelweisstraße
aus Straße der Jugend wurde Wilhelmstraße
1. Straßenumbenennungswelle in Stalinstadt 1954
aus A-Straße wurde Karl-Marx-Straße
aus B-Straße wurde Klement-Gottwald-Straße
aus C-Straße wurde Georgi-Dimitroff-Straße
aus D-Straße wurde Rosa-Luxemburg-Straße
aus E-Straße wurde Karl-Liebknecht-Straße
aus F-Straße wurde Fritz-Heckert-Straße
aus G-Straße wurde Straße der Republik
aus H-Straße wurde Leninallee
aus I-Straße wurde Straße der Jugend
aus K-Straße wurde Friedrich-Engels-Straße
Aus Zentraler Platz wurde nie etwas.
